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tungm hat sich ergeben, daß man in den Vertiefungen jenesWeltkörpers keine Flüssigkeit entdecken konnte, welche sie aus-füllt. Sondern je nach dem verschiedenen Stande der Sonnesah inan die Schatten in denselben bis auf den innersten Grundfallen oder ganz verschwinden.
Man muß demnach glauben, daß im Monde nicht das Ele-ment des Wassers in großen Meeren oder Flüssen rauscht, wiebei uns; daß die göttliche Hand dort ganz andere Ordnungenund Einrichtungen getroffen hat für die Wesen, welche daleben, als bei uns. Wer kennt das Maß der Allmacht? Werkennt die Grenzen seiner unendlichen Weisheit!
Eben so deutlich erblickt man schon durch gemeine Fern-rohre die Gebirge, als hell erleuchtete Erhabenheiten; sieht,wie sie am Nande der Mondscheibe hervorragcn, wie sie imInnern ihre Schatten weit über die Ebene hinsenken. Oft um-ringen die Gebirge, wie ein Kranz, viele Meilen große Thäler,die so tief hinabgehen, daß unsere größten Erdgebirge, hinein-gesenkt, sie kaum ausfüllen würden; Thaler, welche eine Tiefevon zehn - und mehr tausend Fuß haben— Zu welchem Zweckdiese von hohen Bergen ringförmig umschlossenen Vertiefungen?Welche Absichten für Wohlsein und Seligkeit dortiger Geschöpfeverknüpfte damit das gütigste aller Wesen, der Vater allerWelten? Wer ergründet den Unergründlichen?
Nicht genug, daß jene außerordentlichen Tiefen mit großenBergen umzäunt sind, erhöhte die Macht des erhabenen Welt-schöpfers diese Berge oft noch mit so hohen Bergspitzen, daßkaum auf Erden höhere in allen Welttheilcn gefunden werden.Und in diesen mit so furchtbaren Wällen umringten weitläufigenThälern des Mondes, worin, um menschlicher Weise zu reden,ganze Völkerschaften mit ihren Städten und Dörfern beisammenwohnen könnten, stehen wieder kleine Gebirge, deren Gipfelaus der Tiefe seltsam hervorragen.
Die Höhen der Berge im Monde sind genau nach ihrenSchatten und Entfernungen gemessen und berechnet worden.
Verschiedene derselben setzten durch ihre Erhabenheit in dastiefste Staunen. Das allerhöchste Gebirg auf Erden ist gegen