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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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nur in unserm häuslichen Berufsgeschäste, in unfern Leiden-schaften, in unserm Hassen, Lieben, in unfern Begierden nachVermögen, Rang, Ansehen, Ruhm, einheimisch sind.

Thörichte Weisheit, die uns zuletzt keinen andern Gewinngibt, als wie wir unfern Hunger oder Durst auf eine den Gaumenkitzelnde Art stillen, oder unfern Leichnam mit feinen Tüchernumhängen, oder uns'zwischen schönen Wänden gegen die Rauh-heit der Witterung schützen! Thörichtes Streben, das unszuletzt nichts erwirbt, als was für den flüchtigen Augenblick desLebens gehört, und nichts erobert, als was wir, weil cs dochStaub und Traum ist, in wenigen Jahren mit brechenden Augenverschwinden sehen sollen!

Und wenn die Sehnsucht zum Umgang mit dem Göttlichen in .uns ist: warum thun wir derselben kein Genüge? Warum wollenwir nicht wieder werden nach dein Ebcnbilde des Höchsten, würdigunsers Ursprungs, würdig der ewigen Bestimmungen, die unserwarten? Liegt nicht die Schuld an uns selbst? Offenbartsich der Allmächtiggroße nicht täglich in allem Wechsel der Stun-den und Jahreszeiten, der irdischen und himmlischen Ereignisse ?Rollt nicht jegliche Nacht der Vorhang vom Allerheiligsten desFirmaments hinweg, wo dann im flammenden Gold zahlloserGestirne der Name des Höchsten, und der Preis seiner Herrlich-keit, und alle Hoffnungen des Ewigen geschrieben stehen?

Gern will ich mich mit den erhabenen Werken meines himm-lischen Vaters beschäftigenund wo erscheint er mir erhabener,als 'in den wunderbaren Zügen der himmlischen Weltkörperdurch das uferlose All? Aber wie oft sah ich gedanken- undgefühllos zu ihnen empor! Ach, es geschah, weil ich mir nichtsogleich alles das Wichtige von denselben in meinem Geiste ver-gegenwärtigen konnte, was wir davon wissen. Wie oft ergötztemich der Sterne Funkeln und majestätisches Prangen, ohne daßder Gedanke in mir lebendig ward, daß dies Alles daß dieMillionen Gestirne Millionen Welten sind, von fühlenden,denkenden Wesen bewohnt, wie diese Erde; Welten, gröferund nicht minder voller Wunder, als diese Erde, auf der ichwie eine geringe Milbe herumkrieche!