Himmlischen. Wir zittern, das Leben mit seinen Bequemlich-keiten einzubüßen; sie waren gleichgültig gegen den Tod, gegenden Wechsel des Daseins. Wir machen aus der Kenntniß derSchöpfung und ihrer Wunder eine schwere Wissenschaft, dienur Wenige Gelegenheit und Zeit haben, zu erlernen; sie hin-gegen waren gleichsam mit der ganzen Natur eins und dasselbe,und eie Natur sprach durch sie. Wir kennen kaum den Standund die Namen der vornehmsten Gestirne des Himmels; sie aberwaren mit dem Wandel und der großen Bewegung derselbendurch das Weltall vertraut, und unsere größten Himmels-kundigen erstaunen heutiges Tages, wenn sie wahrnehmen, daßDinge ehemals allgemein bekannt waren, die man jetzt nur erstdurch Hilfe der größten und mühevollsten Berechnungen erfährt.
Ja, es ist gewiß, daß, so wie jene bei der Geringfügigkeitund Einfalt ihrer irdischen Nothwendigkeiten mehr dem ganzenAll der göttlichen Schöpfung angehörten, und Gott selbst mehrin und außer sich fühlten — wir umgekehrt mehr den Annehm-lichkeiten unsers Leibes gehören, mehr mit dem Kitzel der Sinnevereinigt sind, und weniger die Gottheit als uns selbst in allenDingen in und außer uns fühlen. Sie waren Menschen, ähnlicherdem Urbildc, wie es aus den Händen des Schöpfers stieg. Wirsind Menschen, die nur für das Haus, den Tisch, für dashäusliche und bürgerliche Leben besorgt, in den Schlamm desIrdischen, in den todten Staub nieder gezogen wurden, dem^ wir eigentlich fremd sein sollten!
Daher ist unter allen spätcrn Völkern der Glaube entstanden,daß ihre ersten Vorfahren unmittelbaren Umgang mit der Gott-heit g habt; daß sie Offenbarungen des Himmels empfangenhaben, die uns jetzt verschlossen sind! Sind wir nicht auch Ge-schöpfe und Kinder Gottes? Währet seine Güte nicht ewiglich?
Sie sind uns verschlossen, weil wir uns ihnen verschließen.Wir sehen nicht, weil wir unsere Augen zudecken. Wir entrinnendem vertrauten Umgang mit Gott, weil wir es für wichtigerhalten, auf eine geschickte Weise mit Menschen umzugehen, um.kleine, vorübergehende, elende Vortheile von ihnen zu ziehen.Wir sind der Göttlichkeit der Natur fremd geworden , weil wir