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6 (1837) Gott in der Natur
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Der Anblick des Mondes.

Psalm 136 / s.

Gott / grenzenlos/

Undenkbar groß/

Der Urquell aller Macht ist Deine Stärke!

Schon seh'n wir hierSo viel von ihr;

Doch seh'n wir kaum den Anfang Deiner Werke.

Durchflog' ich gleichIhr weites Reich/

Und Me Deine letzte Sonne glänzen:

Und sähe dortDoch nicht den Ort /

Wo Du nicht wärst nicht Deiner Allmacht Grenzen.

Was Du erschufst/

Was Du jetzt rufst/

Und rufen wirst: wer kann das Alles zählen/

Und wolltest DuNoch mehr dazu

Erschaffen / würd' es Dir an Kraft nicht fehlen.

wie Vieles ist zu bewundern, was Gott erschaffen hat! Nurdem Sterblichen fehlt oft das Augenlicht, um es zu sehen; dierechte Eekenntniß, um es zu verstehen; die innige Begierde,es zu durchdringen und zu erforschen. ^

Es ist gewiß, daß unsere kleinen irdischen Sorgen undhäuslichen Angelegenheiten uns zu viel erdwärts ziehen. DieMenschen in dem ersten Zeitalter der Welt hatten noch nichtdie mannigfaltigen Bequemlichkeiten des Lebens erfunden, dieuns ergötzen; aber darum vielleicht waren sie erhabener, alswir leider sind. Wir haben tausend künstliche Bedürfnisse, dievon Menschenhänden gemacht werden müssen, die uns wenigZeit zur Ruhe und Betrachtung des Göttlichen übrig lassen; aberdiejenigen, welche in den frühem Weltaltern lebten, begnügtensich mit dem, was ihnen die Natur gab, waren mit Wenigemzufrieden, und wandten ihr Auge zur Beschauung des Gött-lichen. Wir hängen mehr an der Erde; sie hingen mehr an dem