errathell, meinen eigenen Verstand verläugnen, meine eigeneschwache EinbilduySskraft und ihr Geträume mißbrauchen?Sollte ich, um ein zufälliges Zusammentreffen meiner Einbil-dung im Traume mit nachmaligen Begebenheiten zu erklären,statt des natürlichen Grundes einen unnatürlichen suchen, derGott mit seinen eigenen Worten und Absichten im Widerspruchund Kampf darstellt?
Fern sei von mir diese Entehrung des Allerweisesten, dieseEntehrung meines eigenen Verstandes! Fern sei von mir jedeabergläubige Meinung, jede abergläubige Furcht der Nacht!Gott wohnt im ewigen Lichte: vor ihm ist keine Finsterniß;seine Liebe und Sorge um mich ist an keine irdische Stundegebunden. Es sei Tag oder Nacht, er bewacht mein Dasein,mein Wohl mit gleicher Liebe. Nur feste kindliche Zuversichtauf ihn, nur ein reines Gewissen, und auch für uns wird esin der Nacht Licht sein.