syr Viertes Rapirel.
als er zum erstenmahl schwarz sah, misfiel es ihm sehr, mitder Zeit aber vertrug er sich doch damit; als er aber einigeMonate nachher eine Schwarze sah, so entsetzte er sich vordem Anblick.
Als er sein Gesicht wieder erhielt, konnte er so wenigvon den Entfernungen der Gegenstände urtheilen, daß erglaubte, alle Gegenstände die er sähe, berührten, (wie ersich ausdrückte) seine Augen, so wie diejenigen die er fühlteseine Haut berührten, und keine Gegenstände schienen ihm soangenehm als die, welche glatt und regelmäßig waren , ober gleich über ihre Gestalt nicht urthsilen konnte, noch anzu-geben wußte, welche Eigenschaft eines Gegenstandes machte,daß er ihm gefiel. Er konnte weder die Gestalt eines Din-ges, noch eins vom andern unterscheiden, sie mochten nochso verschieden sowohl an Gestalt als Große seyn; nannte manihm aber, von den Gegenständen die er sah, solche die ervorher durchs Gefühl erkannt hatte, so betrachtete er siegenau um sie in der Folge wieder zu erkennen; da er aberzu viele Gegenstände aus einmahl zu lernen hatte, so ver-gaß er viele wieder; und lernte (wie er selbst sagte) anfäng-lich in einem Tage tausend Dinge kennen, und vergaß wiedereben so viel. Einen Umstand nur will ich, ob er gleich gering-fügig scheinen kann, erzählen: Er hatte schon so oft vergessen,welches der Hund und welches die Katze sey, daß er sich ein-mahl schämte, wieder deswegen zu fragen, da er aber dieKatze, die er durchs Gefühl kannte, fing, so sah man, daßer sie sehr genau betrachtete, und dann sie niedersetzte und sagte,lauf Kätzchen, ein andermahl will ich dich gewiß wieder ken-nen. Er wunderte sich sehr, daß diejenigen Dinge, die ihmsonst am besten gefallen hatten, ihm da er sie sah, nichtsehr angenehm schienen, denn er erwartete daß diejenigen Per-sonen die er am meisten liebte, am schönsten aussehen wür-den, und so, daß die Dinge die ihm am besten schmeckten,auch den größten Reih für seine Augen haben würden. Wirglaubten, daß er schon wüßte was Gemälde die ihm gezeigt
wor-
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