270 Zweckes Rapirel. Von dett Geburtsrheilettrc.
wähnten, und nicht in Unvermögen (imbeciliit^) liegt, wieich glaube der Grund, daß die Unfruchtbarkeit weit öftervon den Weibern als von den Männern herrührt, und ob-gleich Weiber nicht bis zu so einem hohen Alter fruchtbar blei-ben als Männer, so glaube ich doch, daß das nicht daherkommt, daß sie nicht mehr befruchtet würden, sondern viel-mehr von dem Aufhören der monatlichen Reinigung, und derVerschließung derjenigen Gefäße, welche nach der Befruch-tung die Frucht ernähren sollten; es scheint als wenn absicht-lich hierdurch die Erzeugung einer schwächlichen und ungesun-den Nachkommenschaft verhütet werden sollte. Aus dieserBetrachtung muß man schon denken, daß die Vollendung derFrucht, wenn sie gleich zuerst in dem männlichen Saamengebildet wird, mehr von dem weiblichen als dem männlichenTheil abhängt, oder daß sonst die Natur, des Wohls derNachkommenschaft wegen, eben so sorgfältig gewesen seynwürde, die Männer so wohl wie die Weiber an fernerer Fort-pflanzung im hohen Alter zu hindern.