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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
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Drittes Kapitel.

Von der Frucht in der Gebährmutter.

Frucht ist in der Gebährmutter in zwey Häute gehüllt,nähmlich in das Lboricm welches die äußere ist, und in dasSchaafhäutchen (Amnion), welches die Frucht unmittelbarumschließt *). Sie enthalten eins Menge einer Flüssigkeit,die ein schickliches Medium für den Aufenthalt so eines zar-ten Wesens wie die Frucht ist, abgibt, und sie zum Theilfür äußern Verletzungen, wie die wäfferichte Feuchtigkeit desAuges die crystallne schützt; und wenn die Membranen zurZeit der Entbindung zerreißen, so macht diese Flüssigkeit dieMutcerscheide schlüpfrig, und erleichtert dadurch die Geburt.Und da man findet, daß der Magen einer Frucht in der Ge-bährmutter allezeit mit einer Flüssigkeit angesüllt ist, die der,welche im Schaafhäutchen enthalten ist, ähnlich ist, und inden Därmen allezeit Koth sich befindet, so können wir glau-ben, daß diese Flüssigkeit, während der Zeit der Schwan-gerschaft, von der Frucht verschluckt wird, wäre es etwa auchnicht zur Ernährung, doch um die Verrichtung der Theile zuunterhalten, und durch die Milchgefäße, zu fließen, eben sowie eine gewisse Menge Blut, aus der rechten Herzkammer

durch

s) Eine dritte Haut die nach Wilhelm Hunter, der sie inneuern Zeiten vorzüglich genau beschrieben hat, c.s<lu>:-»s. «jeciöus »untel-i genannt wird, ist die äußerste Hülledes Eyes (ouulum). Diese Haut läßt sich in zwey Ir-wins, theilen, von denen die äußere, welche die ganzeGebährmutter, ausgenommen an den Oeffnungen derMuttertrompeten und des Mutterhalses bekleidet, Lsäuc»cr-slls, die innere welche die Oberfläche >«s Eyes um-gibt, Litäucil reüex, genannt wird.