268 Zweites Rapirel.
der der andern, sondern auch mit den eigenthümlichen Ge-fäßen der Gebährmutter, welche von den innern Hüften-schlag - und Blutadern Herkommen. Aus diesen Gefäßen ge-schieht auf der innern Oberfläche der Gebährmutter, der Aus-fluß der monatlichen Reinigung der Weiber, und etwas ähn-liches bey Thieren, so oft sie brünstig sind. Ein Nutzen die-ser Reinigungen ist, die Gefäße der Gcbährmutter zu öffnen,damit sich die Gefäße des Mutterkuchens mit ihnen verbin-den können. Verschiedene Schriftsteller haben geglaubt, daßes benm männlichen Geschlecht ähnliche Ausleerungen gebenmüsse, davon sehe ich aber die Nothwendigkeit nicht ein; imGegenthei! aber glaube ich, daß die Abwesenheit solcher Aus-leerungen der Grund ist, warum Männer größer und stärkerwerden als Weiber; und das länger daurende Wachsthumdes männlichen Geschlechts, bevor sie zur Ehe tüchtig wer-den, halte ich für den wahren Grund, warum mehr Knabenals Mädchen , in dem Verhältniß von vierzehn zu zwölf, ge-bohren werden; denn da das weibliche Geschlecht früher zurEhe geschickt ist als das männliche, so sterben vor dieser Pe-riode weniger von ihnen als vom männlichen.
An den Seiten der Eyerstöcke befinden sich die fallo-pisihen Trompeten oder Muttertrompeten, (lubas ksllo-pisnse), deren eines Ende an die Gebährmutter und dieSeite des Eyerstocks durch eine Membran befestiget ist, dasandere aber frey hängt, welches, weil es wie ausgezackt ist,Teufelsabbiß <Morlu8 «Zisboli)*) genannt wird. Zwischendiesen Zacken ist eine kleine Oeffnung welche in eine Röhreführt, die gegen dieses Ende zu beynahe einen Viertheil Zollim Durchmesser hat, von hier aber, indem sie allmählich dün-ner wird, zu der Gebährmutter läuft, und sich in dieselbevermittelst einer Oeffnung von dem Umfange einer Schweins-borste endiget. Der Nutzen dieser Röhren ist, den männli-
*) Gewöhnlicher kimbrise.