Von den Gebuktstheilen des'weibl. Geschlechts. 267
zeln befinden sich kleine Drüsen, deren AusführungsgängeSchleimsäcke genannt werden. Diese Drüsen sondern eineschleimichte Materie ab die die Mutterscheide schlüpfrig macht,vorzüglich beym Beyschlaf; sie sind auch der Lntz des weißenFlusses (Oonorrlwes) bcy diesem Geschlecht, wie die Drü-sen der Harnröhre der Sitz des Trippers beym männlichen.
Die Gebährmurrer, (Vterus) befindet sich amEnde der Mutterscheide, sie ist ungefähr einen Zoll dick, zwei-breit , und weit genug um einen Haselnußkern zu fassen; inWeibern aber die schon gebohren haben, ist sie etwas weiter.Ihre Oeffnung in die Mutterscheide wird 08 tincse *) ge-nannt, von der Aehnlichkeit die sie mit dem Munde dieses Fi-sches hat. Sie hat zwei) runde Bänder, welche von ihrenSeiten zu den Weichen durch die K4ulcuIo8 obliguo8 und trsn8-vertos sbctomini«, auf dieselbe Art wie die Saamengefäßebeym männlichen Geschlecht, gehen. An dieser Stelle steigendie Gedärme bey einem Darmbruch bey Weibern herab, (s.oben sbciominis.) Einige Schriftsteller erwähnen
breiter Bänder (IckZimienti» Isis), die aber nichts weiter alsein Theil des Bauchfells sind. Zu beiden Seiten der Gebähr-mutter liegen zwey Körper, welche die Eyerstöcke (Ousria)genannt werden; sie haben eine etwas platt gedrückte eyför-mige Gestalt, und sind etwa halb st groß als ein männlicherHode, zu ihnen gehen auch Saamengefäße; sie enthaltenkleine durchsichtige Eyerchen, von denen sie ihren Nahmenhaben. Zwey Schlag - und zwey Blutadern gehen zu undvon den Eyerstöcken oder weiblichen Hoden (lelin), aufdieselbe Art wie beym männlichen Geschlecht; sie machen abermehrere Windungen, und die Schlagadern erweitern sich ver-hältnißmäßig da sie kürzer sind, weit plötzlicher. Diese Schlag-und Blutadern geben Aeste zu der Gebährmutter und denfallopischen Trompeten, und machen nicht allein Verbindun-gen zwischen der Schlag - und Blutader der einen Seite und
der
6°) Gewöhnlicher Oliücmm vteri (Muttermund).