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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
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259
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Von den Werkzeugen der Harnabsönderung. rc. 2 59

in dieselbe gefaßt werden, erfordert wird. Indessen, wäredieser Fall nicht hinreichend die Verrichtung dieser Operationdurch die Unterbindung der Schlagader allein zu empfehlen,so ist er doch hinreichend, außerordentliche Vorsicht bey dergewöhnlichen Verfahrungsart zu empfehlen; denn hätte dasBlut einen Wog in die Bauchhöhle offen gefunden, so hätteder Kranke sich todt bluten können.

An dem obern Theil der Hoden , befinden sich harteKörper die die Nebenhoden (Lchiclichvmeb) genannt wer-den , und die offenbar der Anfang der ableitenden Saamen-gänge (Vala cielerentia) sind. Ich habe sie rückwärts ineinzelne Gefäße, und dann in immer mehrere und kleinereaus einander gewickelt, wie die ausführenden Gefäße andererDrüsen.

Die ableirenden Gaamengänge, (Vsla üeferon-tis) sind Ausführungsgänge, die den ausgearbeitetcn Saa-men in die Saamenbläschen (VeliLuliw lomiHen) führen.Siegehen von den Nebenhoden gemeinschaftlich mitdenBlut-gefäßen, bis sie durch die Bauchmuskeln gehen, hierauf gehensie unter dem Bauchfell, geradezu durch das Becken zu denSaamenbläschen,

Die Saamenbläschen, (Vellculss leminsle«) sindzwey Körper die wie Blasen aussehen, sie sitzen unter derHarnblase, nahe an ihrem Halse: man kann jedes in eineneinzigen Gang aus einander wickeln, der sich in die Harn-röhre öffnet, an den Seiten des Schnabels des Hahnenkopfs(kollrum AsIIinsZinis) welches eine Erhabenheit an der un-tern Seite der Harnröhre, nahe am Blasenhals ist. Indiese Bläschen oder Gange wird der Saamcn gegen die Zeitdes Beyschlafs abgeseht; die Hunde aber haben keine solcheBläschen, deswegen hat die Natur einen starkenKnopf (bulb)an ihrer Ruthe angebracht, welcher bey der Vermischung sie,wie es scheint wider ihren Willen mit dem Weibchen zusam-men hält, bis der Saamen aus den Hoden zufließen kann.

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