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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
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Erstes A-apirel.

Der Saame geht im Menschen, zur Zeit des Bcyschlafs,aus den Sacunenbläschen, und selbst aus den ableitenden Saa-mengängen, durch die Vorsteherdrüsen (llioliswe) in dieHarnröhre, eben so wie bey Thieren die keine Saamcnbläs-chen haben; denn wenn die Gange in die Harnröhre ausge-dehnt sind, so ist dieß der gerade Lauf sowohl von den ablei-tenden Saamengängen, als von den Saamenbläöchen.

Die Vorsteherdrüsen , (kroststse) sind zwei) Drü-sen, oder vielmehr eine, ungefähr von der Größe einer Mus-katennuß. Sie liegen zwischen den Saamenbläöchen unddem männlichen Glieds, unter den Schaambeinen, beyuaheim Becken. Sie sondern eine klare klebrige Feuchtigkeit ab,die durch verschiedene Gänge in die Harnröhre gebracht wird,welche sich nahe an denen der Saamenbläöchen eröffnen. DieseFeuchtigkeit scheint bestimmt zu seyn, sich zur Zeit des Bey-schlafö, in der Harnröhre mit dem Saamen zu vermischen, !und ihn flüssiger zu machen. Wenn die venerische Ansteckung !die Vorsteherdrüsen erreicht, so erregt sie zuweilen große Abs-cesse, die leicht Gänge und selbst einen Weg in die Blasemachen. Benin ersten Ansall dieser Krankheit habe ich zu-weilen alle diese Übeln Zufälle dadurch verhütet, daß ich dieäußere Haut durch einen Schnitt so weit wegnahm, als sichdie Härte der Geschwulst erstreckte, dieses machte eine starkeAbleitung, wodurch die Geschwulst sich setzte, und der Krankevöllig geheilt wurde; haben sich aber einmahl Gänge gebildet,so ist der Fall sehr schwierig. Oft wird er dadurch geheilt,daß man die Gänge öffnet, und die schadhaften Theile durchAetzmitkel wegbeitzt, aber ein besserer und leichterer Weg ist,alles fistulöse und schadhafte auf einmahl durchs Messer wegzunehmen. .

Das männliche Glied (Penis). Seine Gestalt,jage und Nutzen bedürfen keiner Beschreibung. Es nimk sei-nen Anfang von den Sitzbeinen durch zwey Körper, welchedie Schenkel (Limes) genannt werden, und sich unter denSchaambeinen vereinigen, wo sie durch ein starkes Band fest

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