2oo Neuntes Rapirel.
pfungen, die von Krankheiten in diesen Drüsen entstehenkönnen, zu sichern. Sie endigen sich alle in die Milchge-fäße (vali, lacIes) oder in die großen Blutadern *). Alledie welche in der Bauchhöhle entstehen, eröffnen sich in dieMilchgesäße lecrmcii ^eneris, und in dis Milchcisterne (re-cepmculum cbvli). die, welche in der Brusthöhle entsprin-gen, aber in die Speisesaftsröhre (ciuöiux kboracioux undin die Schlüsselbeinsblutadern. Ihr Ruhen ist, Lymphe zurVerdünnung des Chylus herbey zu führen und diesen geschick-ter zur Vermischung mit dem Blute zu machen, (aber nichtzu machen daß er besser in den Milchgefaßen stieße, dieß er-hellet deutlich, da sie sich nie in die kleinern Milchgesaße öff-nen) und so viel Lymphe auszuführen als nokhwendig ist um ,das Blut gehörig flüssig zum Lauf in den Blutadern zu lassen; :
denn man hat allezeit beobachtet, daß in Personen die zu düu- ?nes Blut haben, die Blutkügelchen an einander kleben undKlumpen oder Polypen bilden; dieß, glaube ich, kann da- !durch entstehen, daß die Blutkügelchen sich nicht oft genug und ;mit gehöriger Stärke an einander reiben, um sich so bald alssie an einander stoßen wieder zu trennen. Diese Polypen fin-det man häufig in allen großen Blutadern und in dem rech- ;ten Herzohr und Herzkammer, vorzüglich in den Körpern ^solcher Leute die an der Wassersucht oder einer andern chroni-schen Krankheit gestorben sind.
Diese
*) Alle Gefäße dieses Systems, d. h. lymphatische und Milch-gefäße, endigen sich, nachdem sie mehr oder weniger foder wohl auch gar nicht in Drüsen gegangen, und aus )diesen in wenigere und stärkere Acste gesammelt, hervor ^gekommen, entweder durch die Speiscsaftsröhre in demWinkel zwischen der linken Drosselader und Schlüsscl-beinsblutader, oder durch einen andern großen Stamm,in dem Winkel zwischen der Drosselnder und Schlüffel-beinsblutader der rechten Seite. Lruikschank a. a. O.
S. 85 - Jedoch wollen verschiedeneZerglicdcrer auch lym-phatische Gefäße sich einzeln in Blutadern endigen ge-sehn haben, s. cdend. Anm.