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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
199
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Neuntes Kapitel.

Von den lymphatischen Gefäßen.

^.ympharischeGlfäße sind dünne, durchsichtige, cylr'ndrischeRöhren, die ans eine unsichtbare Art ans den Enden derSchlagadern durch den ganzen Körper*), in größerer Mengeaber in Drüsen als in andern Theilen entstehen, in der größ-ten Menge aber aus solchen Drüsen die die dicksten Feuchtig-keiten absondern, als aus der Leber und den Hoden. Im na-türlichen Zustand kann man nicht mehr als eine Haut undzwar eine sehr dünne an ihnen unterscheiden **), in der inkleinen und unbestimmten Entfernungen Klappen befindlichsind, die den Rückstuß der Flüssigkeiten hindern. Sie habenso wie die Blutadern, hausige Verbindungen unter einander,aber sie vereinigen sich nicht so oft in einen größern Stamm;die größern Stamme haben an mehreren Stellen kleineDrü-> sen, durch welche sie hindurch gehn, und zu gleicher Zeit überf sie hinweg Verbindungöäste schicken, um sich gegen Versto-j N 4 pfun-

! *') Die wichtigen Entdeckungen neuerer Zeiten in diesem Theil

s der Anatomie sind zu allgemein bekannt, um ihrer hier

weilläuftig zu erwähnen. Diese Entdeckungen haben auchüber den Ursprung dieser Gefäße viel Licht verbreitet, undwir wissen nun daß sie weit entfernt, Fortsetzungen derSchlagadern zu seyn, vielmehr ein eignes großes Systemvon Gefäßen ausmachcn, und aus dem Zellgewebe deräußern Bedeckungen, und den Oberflächen aller innern- Theile ihren Ursprung nehmen, und daß die oben be-

schriebenen Milchgcfäße zu eben diesem System gehören.Lruikschank hat wenigstens an der Speisesafsröhrc dcöPferdes zwey Häute deutlich wahrgenommcn. S. desselb.Gesch. u. Beschr. der einsaugcnden Gefäße S. 55-