Mirrelfell, den Lungen, dem Herzbemel rc. 169
hat, und der Versuch lange nachher gemacht wird, so kön-nen die Lungen zusammen gefallen seyn und schwerer als Was-ser werden, wie ich durch Versuche überzeugt worden, dieseskann einen zuweilen verleiten, in einem Gerichtshof einenfalschen Ausspruch zu thun, jedoch wird er dann zum Vor-theil des unglücklichen Theils ausfallen. Anwachsungen desBrustfells an die Lungen sind in dem menschlichen Körper' sohäufig daß ich nicht weiß ob ich es eineKrankheit nennen soll,da man sie in den meisten erwachsenen Personen mehr oderweniger stark, und ohne alle Unbequemlichkeit findet, wennnur die Lungen unschadhast sind.
Der Herzbeutel, (?er,'car6ium) ist eine sehr starkeMembran welche das Herz bedeckt; die Seite zunächst dengroßen Gefäßen hängt zum Theil mit diesen, zum Theil mitder Basis des Herzens zusammen, wird aber, wie ich glaube,nicht eigentlich von diesen Gefäßen durchbohrt, seine untereSeite ist unzertrennbar von dem sehnichten Theil des Zwerch-fells, in Thieren aber ist es anders, in einigen von ihnen istein häutiger Sack zwischen dem Herzbeutel und dem Zwerch-fell, welcher einen kleinen Lappen von den Lungen enthält.Der Herzbeutel schließt das ganze Herz bis an seine Basisein; sein Nutzen ist, das Herz an seiner Stelle zu halten,ohne seine Verrichtung zu hindern; abzuhalten daß es sichnicht mit den Lungen reibe, und eine Feuchtigkeit zu enthal-ten, die die Oberfläche des Herzens schlüpfrig macht, und dieReibung gegen den Herzbeutel mindert.
Das Herz ist ein Muskel von kegelförmiger Gestalt,der zwey Höhlen oder Kammern (vemriculor) hat, seine Ba-sis wird durch die Gefäße die zu und von ihm gehen, auf demvierten und ersten Rückenwirbel befestiget; seine Spitze (/^pex)ist nach unten und nach der linken Seite'gebogen, wo sie ineine Höhlung des linken Lungcnlappens ausgenommen wird,wie man sehen kann, wenn die Lungen durch Luft ausgedehntsind. Dieses Anliegen am linken Lungenlappen, glaube ich,ist die Ursache, warum diese Seite den Schmerzen welche
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