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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
170
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172 Giebettres Raprrel. Vstt dem Brustfell,

gewöhnlich pleuritische genannt werden, am meisten ausge-seht ist, die, wie ich beym Zerschneiden der Lungen gefundenhabe, immer von Entzündung derselben herrühren.

An der Basis des Herzens liegen zu beiden Seitendie beiden <5-.rzol)ren (Auriculge), die das Blut aufneh-men, nähmlich das rechte das aus den beiden Hohladern, unddas linke das aus den Lungenblutadern; an dem rechten, dawo die Hohladern zusammenstoßen sieht man eine Erhaben-heit die das 'Tuberculum l.ov^eii heißt, und dem Blute dieRichtung nach deM Herzohr gibt. Unmittelbar unter dieser Er-habenheit, da wo sich die aussteigende Hohlader endiget, istdie Spur von dem eyrunden Loch (korsmeu ovale), (sdas Kapitel von dem Foctus) und nahe bey diesem, in demHerzohr befindet sich die Mündung der Kranzblutadern .desHerzens (Veuae corouariae (lorciiü > Beide Herzohren wer-den, so wie die Herzkammern, durch starre Bündel von Mus-kelfasern verstärkt. Das linke Herzohr ist weit kleiner als dasrechte, diesen Unterschied ersetzt aber eine weite muskulöseHöhle, die die Lungenblutaderu hier bilden. Die Wändedieser muskulösen Höhle sind in dem Verhältniß dicker alsdie Wände des rechten Hcrzohrs, in welchem die linke Herz-kammer stärker ist wie die rechte. Da ihre Verrichtung dieist, das Blut aus den Blutadern die nach dem Herzen füh-ren , aufzunehmen und in die Herzkammern zu drücken, soscheint eine, der Stärke der anzufüllenden Herzkammer ver-hältnißmäßige Stärke jedes Herzohrs nothwendig, und dieverschiedene Dicke der Wände der Herzohren macht, daß dasBlut in dein linken, welches die dicksten Wände hak, blässerdurchscheint, wird es aber aus den Herzohren herausgclasien,so erscheint es aus beiden von gleicher Farbe. Diejenigenwelche behaupten, daß das Blut welches von den Lungenzurückkommt, eine lebhaftere Röthe besitze, als da es in die-selben einströmte, und die daher einen Beweisgrund für dieVermischung der Lust mit dem Blut in den Lungen nehmen,würden wohl thun, wenn sie dieses untersuchten. Die Kam-mern