i6o Fünftes Aapirel. Von der Leber, Gallenblasen.
den, wenn sie geschlachtet werden, keine gefunden werden.Dieser Kranke konnte nie Pflanzenspeisen essen, und er er-zählte mir von einem Arzt in Frankreich, der mit großemRuhm dadurch die Gelbsucht heilte, daß er seine Patienteneine große Menge ansgepreßter Pstanzensäste genießen ließ.
Die Milz liegt im linken Hypochondrium, unmittel-bar unter dem Zwerchfell und über der Niere, zwischen demMagen und den Rippen; sie wird von den unter ihr gelege-nen Theilen unterstützt, und an ihrem Platz durch eine Befe-stigung an Vas Bauchfell und das Zwerchfell erhalten; sie istauch, wie oben bemerkt worden, mit dem Netz verbunden.Ihre Gestalt ist ungefähr die von einem zusammengedrücktenOval, und sie ist zweymahl so breit als dick. Zuweilen istsie in kappen abgetheilt, mehrentheils aber hat sic nur einenoder zwey Einschnitte an ihrem Rande, und zuweilen auchgar keinen; ihre Farbe gleicht der von angelaufenem Ei-sen. Ihr inneres Gewebe ist in Thieren blasenförmig (vc-ticular), wie das der männlichen Ruthe. In diesen Bläs-chen findet man geronnenes Blut und kleine Körper gleichDrüsen. Ruz'scl) aber läugnet daß das Gewebe der mensch-lichen Milz eben so se». Ich habe gesehen, daß die Milz ei-nem Hunde, ohne sichtbare Beschwerde ausgeschnitten wor-den. Zweymahl habe ich in einem menschlichen Körper drei)Milze, ebenso oft zwey, und einmahl viere gesehen; einigedavon waren sehr klein, andere beynahe eben so groß, aberalle zusammen genommen waren, in allen diesen Körpernnicht größer als die eine die man gewöhnlich findet.
Sech-