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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
159
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Gallenblase, Gekröedrüse und Milz. izs

Die Gekrösdrüse, (pgncresx) ist eine große Drüsevon der Natur der Speicheldrüsen, die quer im ober» undhintern Theil der Bauchhöhle, neben dem Zwölffingerdarmliegt; sie hat einen kurzen Ausführungsgang der ungefährhalb so dick ist wie ein Krähenkiel, obgleich er gemeiniglicheben so dick als der Ouäiux obolecicicbux gezeichnet wird; eceröffnet sich allezeit gemeinschaftlich mit dem Gallengang inden Zwölffingerdarm; in Hunden aber in einer kleinen Ent-fernung von demselben; und wie ich glaube, allezeit in zweyvon einander abgesonderten Gängen. Der Saft dieser Drüsehilft, gemeinschaftlich mit der Galle, die Verdauung der Nah-rungsmittel vollenden, und macht sie geschickt zur Aufnahmein die Milchgefäße. In einem Mann der an der Gelbsuchtstarb, fand ich den Ocuckux cboleciocbux durch eine scirrhöseGekrvsdrüse zusammengedrückt, die Gallenblase zur Größeeines Gänseeys ausgedehnt, und alle Gange zweymahl dickerals natürlich. Dieses ist der Fall in dem ich glaubte die vu-ötux czNlliepAkiLM so deutlich gesehen zu haben. Einmahlsah ich den Gallenblasengang verstopft, ohne daß die Gallen-blase ausgedehnt worden, welches meines Erachtens einen sehrwahrscheinlichen Grund gegen dasDaseyn der Gänge von derLeber zur Gallenblase, gibt. In denen die an der Gelbsuchtsterben, findet man mehrentheils in der Gallenblase und inden Gallengängen gallichte Verhärtungen, die so leicht sinddaß sie auf dem Wasser schwimmen, demungeachket aber dochGallensteine genannt werden; diese verursachen, indem siedie Gallengänge verstopfen, die Gelbsucht; viele die von die-ser Krankheit sind befreyet worden, haben eine große Mengedieser Steine in ihren Exerementen gefunden. Einer meinerPatienten der durch den Stuhlgang mehrere dieserSteine aus-geleert hatte, wurde nachher von zwey andern von einem hal-ben Zoll im Durchmesser, die sich ihren Weg durch dieDek-ken der Bauchhöhle bahnten, ohne große Schmerzen befreyet.Derselbe Kranke erzählte mir, daß Ochsen die lange mit trock-nem Futter gefuttert werden, diese Steine sehr häufig haben;indem in andern die nachdem wieder aufs Gras getrieben wor-ben,