i s4 Viertes Rapitel. Von dem Bäuchfell, rc.
zusammendrücktcn, daß nichts durch ihn hindurchgehen konnte.Die Anvenvandcn des Knabens konnten von der Ursache die-ser Krankheit nichts weiter berichten als daß er eine sehr großeMenge roher, junger, gelber Rüben gegessen. Dieser Zu-fall geschieht oft Schaafen die im Winter im Stall gehaltenworden, und im Frühjahr zeitig aufs Gras getrieben wer-den, wenn dieses sehr geil und ssstreich ist; eben so auch Pfer-den , Ochsen und Schaafen, wenn sie zufälligerweise jungeBohnen oder Erbsen fressen, oder saftreichen Klee, welcheleicht geneigt sind in ihrem Magen in Gährung zu gehn. Indiesen Thieren wird der Zufall gewöhnlich dadurch gehoben,daß man ein Messer in die Darme stößt, wovon ich selbstBeispiele gesehen und von noch mehreren gehört habe; da die-ser Zufall aber so selten in Menschen statt findet, so glaubeich daß man dieses Verfahren noch nie angewendet hat, ob-gleich das Instrument, dessen wir uns zum Abzapfen desWassers bey der Bauchwassersucht bedienen, leicht und sicherdazu gebraucht werden könnte. Einige Zergliederer, die dieUnmöglichkeit der Verwickelung der Gedärme erwäget haben,habeii geglaubt daß die Darmgichk durch die Aufnahme einesDarms in den andern entstehe. Diese Verwickelungen sin-der man häufig in Körpern die eines natürlichen Todes, ohneeinige Entzündung oder andere Zeichen von Schmerzen, ge-storben sind.
Fünft