is2 Viertes Rapirel. Von dem Bauchfell,
fernungen, halbmondförmige Klappen, welche an den Zwi-schenräumen einander gegenüber angebracht sind, und dazudienen, das zu schnelle Durchgehen der Speisen.durch denDarmcanal zu verhüten; um diesem Endzweck um so besterGenüge zu leisten, sind sie größer und zahlreicher naher ge-gen den Magen zu, denn hier sind die Speisen dünner alsgegen den Grimmdarm zu, da sie durch den Abgang einesTheils des Ehylus in ihrem Fortgang immer dicker werden.Diese Einrichtung, die wegen der aufgerichteten Stellung beyMenschen so nothwendig ist, wird wenn sie durch Krankheitoder Zufall gezwungen sind horizontal zu liegen, zu einem sehrÜbeln Umstand, und erfordert die Hülfe der Clystire und Pur-ganzen. Thiere aber haben keine Klappen, weil sie einer ho-rizontalen Stellung nicht angemessen sind. Bey der Eröffnungdes Hüstdarms in den Grimmdarm sind zwey sehr starke Klap-pen, welche das Zurücktreten der Excrcmente in den Hüft-darm kräftig verhindern *). Jedoch hat man oft gesehendaß Clystiere hindurchgegangen und ausgebrochen worden sind,obgleich ich geneigt zu glauben bin, daß die Excremente welchezuweilen ausgebrochcn worden, noch nicht in die dicken Ge-därme gegangen gewesen. Die andern Klappen des Grimm-darms sind einander gegen über aber nicht in derselben Flächeangebracht, und machen mit ihren vorderen Rändern eingleichseitiges Dreyeck; je mehr sich aber der Darmcanal demAnus nähert, um so unbedeutender und seltener werden sie.
Die Gedärme haben alle in ihrer innern Membran eineunendliche Zahl sehr kleiner Drüsen; im kranken Zustandwerden diese Drüsen, vorzüglich einige von ihnen in den dik-ken Gedärmen, dem unbewaffneten Auge sichtbar. Sie heißenPeyersche Drüsen (Llsuciulse l^overlange).
Die
*) Man nennt sie die Grimmdarmsklappe (Vsluuis coli auchnach dem ersten Beschrciber Vslvuli» IZsubiin).
*2) Man unterscheidet drey Ordnungen solcher Drüsen dienach denen die sie zuerst beschrieben haben, benannt wer-den,