144 Viertes Rapirel. Von dem Bauchfell,
fest Der Nutzen des Netzes ist, die Gedärme, zur bestemVerrichtung der wurmförmigen Bewegung, schlüpfrig zu ma-chen. kNalpirrhr beschreibt in dieser Membran lluöiu« alli-poko«, die das Fett aus den Zellen in die Pfortader führensollen , welches er für einen nothwendigen Bestandtheil derGalle hält. In Bauchwassersüchten, und in Personen dieüUS einer andern Ursache an der Auszehrung gestorben sind,ist das Netz gewöhnlich verfault und verzehrt; und zuweilensind in solchen Fällen die Därme zusammen gewachsen; obaber dieses Zusammenhängen davon herrührt, daß das Netzaufgehört hat seine Verrichtung zu thun, oder davon daß diewurmsörmige Bewegung der Gedärme aus Enthaltung von 'Nahrungsmitteln lange stillgestanden hat, oder vielleicht vonHeidem, kann ich nicht bestimmen.
Der Speisccanal, (Ouöim aliment^) besteht ausder Speiseröhre, dem Magen und den Gedärmen, nähmlich ^dem Zwölffingerdarm, Leerdarm, Hüftdarm, Grimmdarm,Blinddarm oder wurmförmigen Anhang, und dem Mast-darm.
Die Speiseröhre. (Oeiopb-iAm) ist der Anfang desSpeisecanals, ihr oberer Theil ist weit und offen hinter derZunge ausgebreitet, zurtzAufnahme der gekauten Speisen;sie fängt sich an der Basis des Hirnschädels dicht an den fiü-gelförmigen Fortsätzen des Keilbeins an, wird hierauf imHerabsteigen rund und heißt Vaginalis Oulse; von der Zungeläuft sie dicht am Rückgrad, unter den Schlustelbeinöblutge-säßen, links in und durch die Brusthöhle, durchdringt dasZwerchfell, und öffnet sich unmittelbar in den Magen. Siebesteht aus einer dünnen äußern Haut, welche nichts andersals eine eigenthümliche Membran der Mittlern oder Musku-larhaUt ist. Die mittlere Haut besteht aus der Länge nachlaufenden, aber vorzüglich aus in die Runde gehenden Mus-kelfasern, die weit stärker sind als in der nahmlichen Hautder Gedärme, und zwar weil dieser Theil, nicht so wie dieGedärme, außer ihm gelegene Kräfte hat die ihm beystehen,
und