Von den Rnorpeln, Bändern u. s w. 4s
ich glaube, zuweilen der Darme aus dem Unkerleibe in denVordertheil des Schenkels, unmittelbar unter der Schaam.Auf alle» Fall behaupte ich diesen Fall als möglich.
Es ist allgemein angenommen, daß die Bänder un-empfindlich find, und zwar aus dem Grunde, weil sie sonstvon den gewöhnlichen Bewegungen leiden würden. Sie sindaber weit bester eingerichtet; da, wie ich cs gesunden habe,keines, selbst die an den Wirbeln nicht, der Reibung ausge-seht ist. Aus der andern Seite aber zeigt die Erfahrung,daß sie sehr heftiger Schmerzen fähig sind; denn über nichtsklagen die Patienten so sehr, als über Ansammlungen vonMaterie in diesen Theilen, oder Berühren derselben mit schar-fen Arzeneyen, wenn sie entblößt sind.
Jedes Glied, worin die Knochen mit einem Knorpelzu einer gleitenden Bewegung überzogen sind, ist mit kleinenDrüsen versehen, die ein schleimichtes Wesen absondern, wel-ches die Enden der Knochen schlüpfrig macht, damit sie sichleicht auf einander bewegen; und damit nichts von dieser noth-wendigen Feuchtigkeit verlohren gehe, so ist sie innerhalb derBänder enthalten, welche zu eben diesem Zweck nirgends ge-trennt sind, ausgenommen da wo sie mit den Bändern derSehnen zusammenhangen.
Diese Drüsen sitzen gewöhnlich in etwas Fett nahe ander Anheftung der Bänder, damit sie bey der Bewegung derGelenke, von ihnen können zusammengedrückt werden, denndich ist der gehörige Zeitpunkt zur Ausleerung ihrer Flüßig-keit. Die beträchtlichste Anzahl dieser Drüsen mit ihrem Fett,sieht man im Kniegelenk, und die größte Drüse dieser Artfindet man in der iunern rauhen Grube der Hüftpfanne, dievon dem runden Bande zusammengedrückt wird.
Die Krankheiten der Gelenke entstehen entweder vonGeschwüren in diesen Drüsen, welche Eiker ausstoßcn dasnicht ausgeleert werden kann, und die Enden der Knochenanfrißt, oder vom Ausschwellen der Enden der Knochen. Bei-des