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Fünftes Aapirel.
Trochantern ist eine ziemlich ansehnliche Erhabenheit z» demsel-ben Zweck, von der die lines sspers ihren Ansang nimmt. DasMittelstück dieses Beins ist der Anlage der Muskeln wegen vor-wärts gebogen, wodurch es einem Bruch nach hinken zu un-terworfen seyn würde, wenn nicht eine starke Leiste an derHinkern Seite wäre, welche sie gehörig verstärkt und zugleichzur vorkheilhasten Anlage verschiedener Muskeln dient; dieseLeiste heißt die lines schere. An dem untern Ende hat die-ses Bein zwei) große Köpfe, die der äußere und innere Fort-satz heißen: diese sind, theilö dadurch daß sie nach hinten zugehen, thcils durch ihre Gestalt, so eingerichtet, daß sieden Mittelpunkt der Bewegung sehr weit hinter die Axe desBeins versehen, wodurch die Muskeln, welche dieses GelenkanSstrecken, um die ganze Last des Körpers zu heben, eineaußerordentliche Starke bekommen, obgleich die Beugemus-keln , welche nur die Beine bewegen, dadurch geschwächt wer-den. Zwischen diesen Fortsätzen steigen die großen Gefäßesicher nach den Unterschenkeln herunter.
Die Ariiesöheibe (pakells) sitzt an dem vordem Theildes Kniees. Ihre Verknöcherung wird zuerst in der Mitteder Sehne sichtbar, in der sie sich bald weiter verbreitet, bisdie sehnichten Fasern ganz verschwinden, und in Knochen ver-wandelt erscheinen. Indessen scheinen, wenn dieß Bein ge-brochen ist, die ursprünglichen sehnichten Fasern die Oberhandzu haben, denn die zerbrochenen Theile vereinigen sich, ganzverschieden von andern gebrochenen Beinen, durch eine sehn-arkige Substanz, welche selten in Knochen verwandelt wird,vorzüglich in den Fällen wo das Gelenk nach der Heilungwieder recht beweglich wird. Der Nutzen der Kniescheibe ist,die Ausstreckemuskeln der Schienbeinröhr« zu sichern, dennsonst würden sie, indem sie über das Gelenk gehen, zu sehräußern Verletzungen ausgesetzt seyn. Auch vermehrt sie denVortheil (dessen wir schon im vorhergehenden Paragraph er-wähnt haben) die gemeinschaftliche Axe der Ausstreckemuskeldes Schienbeins weiter von dem Mittelpunkt der Bewegung
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