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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
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8 Einleitung

welchem der Zusammenhang seiner Theile in allen Punktengleich ist. Auch sind die Theile der Knochen nicht in sicht-baren Plättchen geordnet die schichtweise über einander liegen,wie einige es vorgestellet haben, denn obgleich junge Kno-chen an einigen Stellen in Plättchen gespalten werden können,so erscheinen sie doch sowohl dem unbewaffneten Auge als auchdurchs Microscop als eine gleichförmige Maste bis in ihr in-neres schwammichres Gewebe, welches ebenfalls gleichförmigerscheint. Ihr Gewebe ist bey ihrer ersten Bildung allent-halben locker und schwammicht, aber so wie sie wachsen, wer-den sie au manchen Stellen sehr dicht und fest, welches größ-temheils von dem Druck der Bauche der Muskeln und ande-rer auf ihnen liegenden Theile herrührt, was man aus denEindrücken sehen kann, die sie auf die Oberstache der Kno-chen machen, und aus den rauhen Graten die sich an denKnochen in den Zwischenräumen der Muskeln erheben, unddie in Leuten welche von Jugend auf harte Arbeit gethanhaben, sehr deutlich und stark sind. In den Theilen derstachen Knochen die nur einen schwachen Druck erleiden, wer-den nur die äußern Flächen dicht und fest, und in der Mittebleiben sie schwammicht; wo aber der Druck stärker ist, alsan dem Schulterblatt und dem mittleren Theil des Hüftkno-chens, werden sie in den Erwachsenen ein dichter Körper oderBlatt, und dann sind sie gewöhnlich an den Stellen dünnerals selbst in einem noch ungebohrnen Kinde. Die cylindri-schcn oder Röhrenknochen, die am stärksten in der Mitte ge-drückt werden, werden da sehr hart und stark, unterdessenihre Enden schwammicht bleiben, und sich in dicke Köpfe auö-dehnen, die stärkere Gelenke machen, und mehr Raum bar-bieren zum Ursprung und Ansehen der Muskeln, auch dieKraft der Muskeln vermehren, indem sie ihre Axe weitervon dem Mittelpunkt der Bewegung jedes Gelenks das siebewegen entfernen.

Alle Knochen, ausgenommen die Zähne soweit sie ausden Zahnhöhlen hecvorragen, und die Theile der Knochen

die