9
zur Abhandlung von den Ruschen.
die mit Knorpel überzogen sind, oder wo Muskeln oder Liga-mente entstehn oder sich ansetzen, sind mit einer feinen Mem-bran bedeckt, die auf dem Schädel, kericrsmum, übrigensaber keriolieum, (Beinhaut), heißt. Sie dienet den Mus-keln indem sie macht daß sie leicht auf den Knochen hinglei-ten, und sich nicht an ihren harten und rauhen Theilen verletzenkönnen. Diese Membran ist überall mit kleinen Blutgefäßenangefüllt, die in die Knochen zu ihrer Ernährung hineindrin-gen. Die innere Substanz aber der größern Knochen, wirddurch Gefäße ernährt, die in schiefer Richtung die Knochendurchdringen, wie oben erwähnt worden.
Erstes Kapitel.
Näthe und Knochen des Schädels.
>!»iue tTkath entsteht durch das wechselseitige Ineknander-greifen zahnförmiger Einschnitte zweyer Knochen. Diejeni-gen Näthe die eigene Nahmen haben, werde ich hier beschrei-ben, die andern erhalten ihre Benennung von den Knochenwelche sie umgeben, und unter diesen sind sie bekannt.
Die Aronnarh , (8utura coronslis) läuft quer überden Schedel, von dem einen obern Rand des Keilbeinö zumandern, und verbindet die Scheitelbeine mit dem Stirnbein.
Die pfeilnarh,(8ukur3 8JAittsIi8) verbindet die Schei-telbeine , sie fängt an vom Hinterhauptsbein und geht fortbis zum Stirnbein, und in Kindern bis an die Nasenwurzel;denn bey ihnen besteht das-Stirnbein aus zwey Stücken, wel-ches bisweilen auch bey Erwachsenen statt findet.
Az
Die