zur Abhandlung von den Ruschen. 7
an den Schädelknochen bis inö späteste Alter bleiben. Zu-weilen geschieht es, daß indem ein Knochen im Mittelpunktsich zu verknöchern anfängt, an einem entfernten Theil einebesondere Verknöcherung entsteht, wodurch ein eigner kleinerKnochen von irgend einer Gestalt entsteht. Solche Knochenfindet man am öftersten in der Lambdaförmigen Nach, undda heißen sie olls tnguetra. Die Enden oder Seiten derKnochen die zur Bewegung bestimmt find, werden durchKnorpel die sie bedecken, vom Zusammenwachfen abgehal-ten, denn wenn diese Knorpel zerstört werden, so wachsen dieKnochen sogleich zusammen und es entsteht eine Ankylosis.
Die Enden aller der Knochen, die zu deutlichen Bewegun-gen bestimmt sind, oder^ die nicht an andere Knochen stoßen,sind mir Ansähen beseht, die gewissermaßen ihr Wachschumund ihre Gestalt bestimmen. Denn wenn nichts wäre wasihnen Gränzen fehle, so würden sie auswachsen wie der Cal-las aus den zerbrochnen Rändern eines Knochens der nicht ge-hörig wieder eingerichtet worden , und würden so höckrig wer-den , wie die Ränder der Knochen die durch eine Nach ver-bunden werden. Zuweilen dienen die Ansätze dazu, Fort-sätze an den Knochen zum Ansehen der Muskeln zu erheben,wie die Trochanter der Schenkelknochen, wo die Knochenzu sehr geschwächt werden würden, wenn die Fortsähe sichaus ihrer Substanz erhüben.
Die Fasern der Knochen scheinen, nach dem was mandurch Versuche und microseopische Beobachtungen entdeckenkann, durch dieselben Mittel zusammen verbunden zu seyn,durch welche die Theile der Faser selbst Zusammenhängen,durch die starke Anziehung nähmlich, welche kleinen Theilcnvon Materie die in Berührung sind eigen ist. Dieser Zu-sammenhang aber, einer Faser mit der andern, ist demje-nigen der Theile einer jeden Faser nicht völlig, obschon sehr-gleich. Denn wäre er völlig gleich, so würde ein Knochennicht aus.einem Gewebe von Fasern, sondern aus einer gleich-förmigen Maste, wie ein Stück reines Metall, bestehen, bey
A 4 welchem