6 Einleitung
jast zu tragen; und da der menschliche Körper nur auf zmeyFüßen ruht, so sind auch die Schenkelknochen starker als beyviersüßigen Thieren. Die Fristeten und der größte Theil derkleinern Thiere haben Schalen statt der Knochen, wie dieKrebse, die ihnen zugleich zu ihrer Vertheidigung dienen,und da die Muskeln, in einer großem Entfernung vom Mit-telpunkt der Bewegung jedes Gliedes, sich an die Schaalenanhesten, als bey Thieren die Knochen haben, so wird da-durch nothwendig ihre Bewegung langsamer, schwerfälligerund einfacher. Wo also bey diesen Thieren schnelle Bewe-gung erfordert wurde, mußte sie durch Vermehrung der Ge-lenke verschafft werden, wie wir an den Füßen einer Fliegesehen, Mannichfaltigkeit aber in der Bewegung, durch dieBeugsamkeit der Gelenke nach verschiedenen Nichtungei-so wie am Krebs. Fn einem gebrochnen Bein, wo eben sol-che Materie wie die welche die Knochen verknöcherte aus denEnden des Bruches ausgestoßen wird, bildet sich eine callöseMasse, von gleicher Dichtheit mit irgend einem Theil desKnochens, und von gleichem oder wohl größerem Durchmes-ser, welche den Knochen an dieser Stelle starker macht alser zuvor war, und dieß ist sehr heilsam, denn da zerbrocheneKnochen selten oder niemahls in die gute Richtung wiedergebracht werden, in der sie ursprünglich gebildet waren, sowürden sie sonst leicht aufs neue zerbrechen, und schwer ja oftniemahls sich wieder vereinigen, weil der Callus, da er we-niger gefäßreich als ein Knochen ist, nicht so leicht die Kno-chenmaterie, zur Bildung eines neuen Callus, ausstießenlaßt.
Unbewegliche Knochen, wie die Schadelknochcn, dieungenannten Knochen u. s. w. ferner Knochen mit ihren An-sätzen , drücken wenn sie zusammen stoßen, in einander ein,und bilden Rache, die in denen, welche sich indem sie nochweich sind verbinden, wieder verschwinden, diejenigen aberdie ehe sie zusammen stoßen, harter werden, drücken starkerin einander, und bilden ungleichere Rache, von denen einige
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