Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
667
Einzelbild herunterladen
 

667

von dem jährlichen Erzeugnisse, welcher zu Ende dersechs Monate vorhanden war, zehn Pfund Sk. wenigerbetragen haben, als er, vermöge der Arbeit des Hand-Werksmannes betrug. Gesetzt also auch, der Werthdessen, was ein Handwerkömann hervorbringt, betrügezu keiner Zeit mehr, als den Werth dessen, was er ver-zehrt: so ist doch, zu jeder Zeit, der wirklich auf demMarkte vorhandene Werth von Waaren, vermöge seinerArbeit, größer, als er außerdem seyn würde.

Wenn die Anhänger dieses Systems behaupten,daß das, was die Handwerker, Manufacturisten undKaufleute verzehren, eben so viel werth ist, als das,was sie hervorbringen: so wollen sie vermuthlich damitweiter nichts sagen, als daß ihr Einkommen oder derzu ihrem Unterhalte bestimmte Fond, dem, was sie her-vorbringen, gleich ist. Hatten sie sich bestimmter aus-gedrückt und bloß behauptet, daß das Einkommendieser Klasse, dem Werthe dessen, was sie hervorbringt,gleich sey: so würde dem Leser sogleich einfallen, daß al-so dasjenige, was von diesem Einkommen bey Seitegelegt wird, nothwendig den wirklichen Reichthum derGesellschaft mehr oder weniger vermehren müsse. Da-mit aber der Satz einen Beweis für ihre Behauptungabgäbe, konnten sie ihn nicht anders, als so ausdrü-cken. Wenn man indessen auch annimmt, die Dingeverhielten sich so, wie sie es vorauszusetzen scheinen: solaßt sich dennoch damit nichts beweisen.

Viertens; ohne Ersparnisse zu machen, könnenPachter und Ackersleute eben so wenig das wirkliche Ein-kommen ihrer Gesellschaft, das jährliche Erzeugniß vondem Boden und von der Arbeit derselben vermehren,

als