Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
546
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sein ganzer Staatskörper ungesunder geworden. Esgleicht in seinem jetzigen Zustünde einem Kranken, beywelchem etliche Gefäße zu unnatürlicher Größe angewach.sei, sind, und der um deßwillen manchen gefährlichen Zer-rüttungen unterworfen ist, von welchen Körper, derensämmtliche Theile in richtigerm Verhältnisse gegen einan-der stehen, kaum etwas zu fürchten haben. Eine ge-ringe Stockung in einem solchen großen, gewaltsam aus-gedehnten Blutgefäße, durch welches nun eine über-mäßig starke Quantität von dem Gewerbfleiße und demHandel des Landes getrieben wird, muß dem ganzenStaatSkörpcr die gefährlichsten Krankheiten zuziehen.Auch hat die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs mit denKolonien das beiktifchc Volk in größer« Schrecken gesetzt,als vormahls die spanische unüberwindliche Flotte odereine französische Landung. Dieser Schrecken — ge-gründet, oder ungegrnndet— war eS, der die Wider-rufung der Stempelacte, wenigstens unter den Kaufleu-ten, zu einer willkommenen Maßregel machte. In dergänzlichen Ausschließung von dem Kvloniemarkte —wenn diese Ausschließung auch nur wenige Jahre dauernsollte — glaubten die meisten unserer erschrockenen Kauf-leuke eine gänzliche Stockung ihres Handels, die mei-sten unserer Manufactmherren den völligen Untergangihres Gewerbes, und der größte Theil unserer Arbeics-leute das Ende ihrer Arbeit voraus zu sehen. Ei» Kriegmit einem unserer Machbaren auf dem festen Lande würdewahrscheinlich auch eine Unterbrechung in den Geschäf-ten aller dieser Gewerbsleute veranlassen; aber mansteht ihm doch nicht mit so allgemeiner Bestürzung ent-gegen. Wenn der Umlauf des Bluts in einem der klei-nern Gefäße gehemmet wird: so ergießt es ßch leicht,

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