Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
438
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so würde dieses, durch Freyheit des Ausfuhr» und Ein.fuhrhandels, unter den verschiedenen Staaten eines gan-zen Welttheilö geschehen. Je größer der Welttheil wä-re, je mehr der Verkehr unter den einzelnen Theilen, zuLande und zu Wasser, erleichtert würde: desto wenigerwürde ein solcher einzelner Theil jenen Bedrängnissen un-terworfen seyn, weil der Uebersinß des einen Landes, denMangel des andern ersetzte. Aber wenige Länder habendieses wohlwollende System im ganzen Umfange ange-nommen. Die Freyheit des Getreidehandels ist allem«halben mehr oder weniger, und in manchen Ländern durchsolche ungereimte Anordnungen, eingeschränkt, das; oftdas unvermeidliche Uebel einer Theurung, in das schreck«liche Elend einer Huugersnoth verwandelt wird. DasVerlangen solcher Länder nach Getreide kann oftmahls sogroß und so dringend werden, daß ein kleiner Staat inder Nachbarschaft, der gerade zu der Zeit durch Theue-rung leidet, es nicht wagen darf, jenen mit Getreide zuversorgen, ohne sich selbst einer gleich schrecklichen Land«plage auszusehen. Die schlechte Polizey des einen tan«des kann also eine Maßregel gefährlich und unschicklichmachen, die sonst in einem andern Lande die heilsamstewäre. Indessen würde unbeschränkte Freyheit der Aus-fuhr am wenigsten in großen Staaten gefährlich seyn,wo bey reichen Ernten, das Bedürfniß durch die Men-ge des ausgeführten Getreides, nicht leicht geschmälertwerden kann. In einem Schweiherkanton, oder einemder kleinen italienischen Staaten mag es zuweilen noth-wendig seyn, die Ausfuhr einzuschränken; aber dieseskann in so großen Ländern, als Frankreich oder Englandsind, kaum jemahls der Fall seyn. Den Landwirth ver-hindern, seine Waare, zu allen Zeiten auf den besten

Markt