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scheinet: so findet er dock in Mangeljahren oft unmittel-bar nach der Ernte statt, wo kaum etwas von demneuen Getreide verlaust seyn, und wo die Unwissenheitselbst nicht befürchten kann, daß etwas zum Schadendes Volks werde aufgekauft und ei» Monopol damit Ze-rrieben werden. Es seht, zweykens, voraus, daß eseinen gewissen Preis gebe, bey welchem es wahrscheinlichist, daß mit dem Getreide zum Schaden des Vol-kes Höckerey getrieben, das heißt, daß cS in der Ab-sicht aufgekauft werde, damit es bald nachher auf dem-selben Markte wieder verkauft werde. Wenn aber ei»Händler auf dem Wege nach einem gewissen Markte,oder auf dem Markte selbst, Getreide einkauft, und dieAbsicht dabey hat, eS bald nachher an demselben Ortewieder zu verkaufen: so muß er glauben, daß der Marktin der nächsten Jahrszcit nicht so reichlich, als damahls,wic Getreide versehen werden könne, und folglich derPreis bald steigen werde. Irret er sich nun, und steigtder Preis nicht: so verliert er nicht nur den ganzen Ge-winn von seinem auf diese Art angelegten Kapitale, son-dern auch durch den unvermeidliche» Verlust und Auf-wand bey dem Ausschütten und Aufbewahren des Getrei-des, einen Theil des Kapitals selbst. Er schadet alsosich selbst weit mehr, als eben den Leuten, die er andiesem Markttage verhinderte, sich mit Getreide zu ver-sehen ; denn diese können es an einem folgenden Markt-tage wenigstens eben so wohlfeil einkaufen. Urtheilt erhingegen richtig: so schadet er dem großen Haufen desVolks so wenig, daß er ihm vielmehr einen sehr wichti-gen Dienst leistet. Indem er es die Beschwerden einerTheurung etwas früher fühlen läßt: so verwahrt er esvor dem weit empfindlichern Gefühle derselben, wenn
die