Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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inländischer Getreidehändler, sondern bloß durch wirkli-chen Mangel, veranlaßt worden, und daß dieser Man-gel zwar zuweilen und in einzelnen Gegenden durch Ver-heerung eines Krieges, am öftersten aber durch nach.theilige Witterung, und endlich, daß eine Hungersnothnur dadurch entstanden ist, wenn die Regierung durchunrechte Maßregeln den Beschwerden einer Theurungmit Gewalt hat abhelfen wollen.

In einem weitlauftigen Getreidelands, dessen Pro-vinzen unter einander freyen Handel treiben, kam, tcrdurch Mißwachs entstandene Mangel nie so groß seyn,daß er eine Hungersnoth hervorbrächte; und die mager-ste Ernte, wenn man nur sparsam damit haushält, wirdein Jahr lang, eben so viel Menschen zulänglich ernäh-ren , als mit einer reichlichen Ernte gesältiqct zu werdenpflegen. Die ungünstigste Witterung für t ie F> ldsrüch-te, ist übermäßige Dürre, oder übeunäßiger Regen.Da. aber Getreide eben sowohl in Hähern als in niedri-gern Gegenden, eben so wohl auf nassen, als aus tro-ckeuen Aeckern gebanst wird: so sind die Dürre oder derRegen, wenn sie der einen Gegend schaden, der anderngünstig; und ob gleich in einem »asten oder lrcckenenJahre die Ernte immer schlechter ausfällt, als in einemJahre von gemäßigter Witterung: so wird dock, derVerlust, der fleh in einem Theile des Landes ergicbt, ingewisser Maße durch den Gewinn in einem andern vergü-tet. In Nußländern, wo diese Frucht nicht nur einenfeuchten Boden erfordert, sondern auch während ihresWachsthums eine Zeitlang unter Master stehen muß,sind die Folgen einer Dürre noch fürchterlicher. Aberselbst in diesen Ländern ist die Dürre selten so allgemein,

daß