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in Europa dadurch nur um etwas ärmer gewordenwäre. Vielmehr ist jede Stadt und jedes Land, sowie sie ihre Häfen allen Völkern geöfnet haben, an-statt, nach den Grundsätzen des Handelssystems zuGrunde zu gehen, durch Freyheit deö Handels ver-hältnismäßig reicher geworden. Es giebt zwar inEuropa einige wenige Städte, die in gewisser Rücksichtden Namen von Freyhäfen verdienen, aber ganze Län-der, die ihn verdienten, giebt es nicht. Holland na-hen sich diesem Zustande noch am meisten, ob es gleichnoch immer weit genug davon entfernt ist — und Hof-land hat bekanntlich nicht nur allen seinen Reichthum,sondern sogar einen großen Theil seiner Lebensmicrcl,dem auswärtigen Handel zu danken.
Es giebt, wie schon vorhin erklärt worden ist,eine andere Bilanz, die sich von der Handelsbilanzgar sehr unterscheidet, und die, je nachdem sie zumVortheil oder zum Nachtheil eines Volkes sieht, ent-weder seinen Wohlstand, oder seinen Verfall unfehlbarnach sich zieht. Dieß ist die Bilanz des jährlichenErzeugnisses und der jährlichen Eonsumtion. Wennder Tauschwerth deö jährlichen Erzeugnisses größer ist,als der Tauschwerth dessen, was jährlich verzehrt oderverbraucht wird: so muß das Kapital der Gesellschaft,nach Verhältniß, jährlich anwachsen. Die Gesell-schaft verzehrt in diesem Falle nicht ihr ganzes Einkom-me» , sondern sie thut das, was sie jährlich von ihremEinkommen spart, zu ihrem Kapitale hinzu, undwendet eö an, um das jährliche Erzeugnis immer fortzu vermehren. Ist hingegen der Tauschwerth des jähr.lichen Erzeugnisses geringer, als die jährliche Eon,um-
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