Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
370
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meisten zu beschränken, und dem, den sie am meistenzu begünstigen für guc befunden hat.

Allein, gerade das, was einen offenen und frey-en Handei z vifchen diesen zwey Völkern, für jedes sovorcheilhc.st gemacht hatte, hat diesem Handei die größ-ten Hindernisse in den Weg gelegt. Sie sind Nach-baren, und ftlglich Feinde. Der Reichthum und dieMacht des einen, wird also den, andern um destofurchtbarer; und was die Vortheile derNationalsreund-schaft vermehren würde, das dient nur dazu, den Na-tionalhaß heftiger zu entflammen. Beyde Nationensi,.d reich und berriebsam, und die Kaufleute und Ma»nuftrturisten einer jeden fürchten die wetteifernde Ge-fchicklichkeit und Thätigkeit ihrer Nachbarcn. Diekaufmännische Mißgunst ist rege gemacht worden; unddiese nähret den Nationalhaß und wird wieder von ihmgenährt. Mit aller leidenschaftlichen Dreistigkeit, dieEigennutz und Verstellung hervorbringt, haben die Han-dewleuce beyder Völker den unfehlbaren Untergang einesjeden vorhergefagt, indem sie behaupten, daßübe-schränkte Handelsfreyhcit nothwendig eine nachtheiligeHandelsbilanz bewirkenrüste.

Es giebt kein Handel treibendes band in Europa,dem nicht die unberufenen Lehrer dieses Systems, ausder nachcheiligcn Handelsbilanz, feinen nahe» Unter-gang oft genug prophezeihec hatten. Gleichwohl hates, nach aller ängstliche» Besorgnifi, die sie deßhalbverbreitet haben, nach allen vergeblichen Versuchen dermeisten Handel treibenden Völker, die Bilanz zuihrem Vortheil und gegen ihre Nachbaren zu neigen,noch gar nicht das Ansehen, als ob ein einziges Volk

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