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Kleidergeck ist, zu viel zuwendet. Indessen ist es dochfür den großen Hausen der Arbeiter ein Vortheil, daßalle solche Gewerbe völlige Freyheit genießen, wennauch diese Freyheit bey allen, bald weniger, bald mehrgemißbraucht wird. Einzelne Menschen bringen sichfreylich zuweilen durch übermäßigen Genuß starker Ge-tränke um ihr Vermögen; aber ein ganzes Volk ist die-ser Gefahr nicht ausgesetzt. Denn, wenn es auch injedem Lande Leute giebt, die auf solche Getränke mehrverwenden, als sie erwerben: so verwenden doch diemeisten weniger darauf. Es ist merkwürdig, daß, derErfahrung zu Folge, wohlfeile Preise des Weins, nichtdie Trunkenheit, sondern die Nüchternheit befördern.Die Bewohner der Weinlaudcr sind, überhaupt genom-men, die nüchternsten Völker in Europa: das beweisendie Spanier, die Italiener und die Einwohner des süd-lichen Frankreichs. Die Menschen gehen bey ihrer tag-licheii Kost selten bis zum Uebermaße. Niemand suchtsich das 'Ansehen der Gastsreyheit mit einem Getränkezu geben, das nicht mehr kostet, als einfaches Bier.Hingegen ist die Trunkenheit in Ländern, wo wegen gro-ßer Kalte, oder großer Hitze keine Trauben wüchse»,und der Wein also theuer und selten ist, ein gemeinesLaster; wie mir an den nördlichen und an allen zwischenden Wendekreisen wohnenden Völkern, den Negern,zum Beyspiel, auf der Küste von Guinea sehen. Ichhabe oft die Bemerkung machen hören, daß, wenn einfranzösisches Regiment, aus einer nördlichen Provinz,wo der Wein etwas theuer ist, in eine südliche, wo ersehr woh'feil ist, verlegt wird, die Soldaten anfangsdurch die Neuheit und den geringen Preis des gutenW.ius zur Trunkenheit verleitet, aber dann, nach etli-chen