Allein, zuerst können wir den innern Werth derCurrentmünze verschiedener Länder nicht aus den darinangenommenen Münzfüßen beurtheilen. In dem einenLande ist die Münze mehr abgenutzt, mehr beschnittenand auf andere Weise von dem Münzfüße mehr abwei-chend, als in dem andern. Der Werth der Umlaufs-münze jedes Landes, verglichen mit dein Werthe dersel-ben in einem andern Lande, steht aber nicht im Ver-hältnisse mit der Quantität reinen Silbers, welche sieenthalten soll, sondern mit der, welche sie wirklichenthält. Vor dem Umprägen des Silbergeldes zu Kö-nig Wilhelms Zeiten, stand der Wechselcours zwischenEngland und Holland, auf die gewöhnliche Weise nachdein Münzfüße beyder Länder berechnet, fünf und zwan-zig Prorenc wider England. Allein der Werth der eng«tischen Umlaustmünze betrug damahls, wie uns §own-Leö lehret, fünf und zwanzig Procent weniger, alser nach dem Münzfüße hätte betragen sollen. Alsobann damahls der wirkliche Wechselcours sogar fürEngland gestanden haben, obgleich der berechnete so sehrwider England stand. Mit einer kleinern Anzahl, inEngland wirklich ausgezahlter Unzen feinen Silbers,hat man einen Wechsel auf eine größere Anzahl Unzenfeinen Silbers, in Holland zahlbar, kaufen können,und der Kaufmann, der eine Prämie zu geben glaub-te, hat vielmehr in der That eine Prämie bekommen.Die französische Münze war, vor der letzter» Umprä-zung der englischen Goldmünze, nicht so abgenutzt, alsdie englische, und kam ihrem gesetzmäßigen Gehaltevielleicht um zwey oder drey Proceut näher. Wennnun der berechnete Wechselcourö mit Frankreich, da-mahls um nicht mehr als drey Procent wider England
stand;