Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
307
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Transport zur See kostbarer ist, als zu lande. Hiernehmlich geht es selbst zu Markte. Zur See hingegenmuß nicht nur das Vieh, sondern auch sein Futter, undsogar sein Wasser, mit nicht geringen Kosten undSchwierigkeiten transportier werden. Die kurze Ue-bcrsahrt von Irland nach England erleichtert zwar dieEinführung des irländischen Viehes. Wenn aber auchdie freye Einführung desselben, die neulich bloß auf be-stimmte Zeit erlaubt worden ist, auf immer gestattetwerden sollte: so könnte sie doch den englischen Viehhänd-lern nicht viel Eintrag thun. Der Theil von Großbri-tannien, welcher an die irländische See gränzt, besiehtaus lauter Weideländern. Diese bedürfen des irländi-schen Viehes nicht, und es müßte also mit Kosten undSchwierigkeiten durch diese nicht schmalen Landstrichehindurch getrieben werden, ehe es seinen rechten Markterreichte. Gemästetes Vieh läßt sich nicht so weit trei-ben. Es könnte daher nur mageres Vieh eingeführtwerden, dessen Einbringung nicht den Landschaften, wel-che sich mit dem Viehmästen abgeben denn diese wür-den sich bey den verminderten Viehpreisen wohl beßnden 'sondern nur denen, die eigentliche Viehzucht treiben,nachrheilig seyn würde. Die geringe Menge des seitder erlaubten Einführung zu Markte gebrachten irlän-dischen Viehes, und der gute Preis, welchen das ma-gere Vieh noch immer gilt, scheinen zu beweisen, daßselbst die Viehzucht treibenden Landschaften in Großbri-tannien durch die freye Einführung des irländischen Vie-hes nicht leiden. Der gemeine Mann in Irland sollsich zwar der Ausführung seines Viehes zuweilen mitGewalt widersetzt haben. Wenn aber die Leute, welchees ausführten, bey diesem Handel ihren Vortheil fan-

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