Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
237
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seines Saals alle Tage mit frischem Heu oder Rohrbestreuen ließ, wenn die Jahreszeit dieses erlaubte,damit die bey ihm speisenden Ritter und Knappen, diekeine Stühle bekommen konnten, und sich also an dieErde sehen mußten, um ihr Mittagsbrot zu verzehren,nicht ihre schönen Kleider verderben möchten. Der bc»rühmte Graf von Warwick soll, auf allen seinen Schloß,fern zusammengenommen, jeden Tag dreyßig tau-send Menschen gcspeiset haben. Wenn auch diese Zahlübertrieben ist: so muß die wirkliche Zahl doch schongroß gewesen seyn, welche eine selche Uebertreibung zu.ließ. Auf eine ziemlich ähnliche Arr wurde die Gastfrey.heit noch vor wenigen Jahren in verschiedenen Theilender schottischen Hochländer ausgeübt. Gasifrcyhcit ist,wie es scheint, allen Ländern eigen, in welchen Handelund Manusacturen wenig bekannt sind.Ich habe,sagt Pocock, einen arabischen Scheikh, in einer Stadt,wohin er gekommen war, um Vieh einzukaufen, auföffentlicher Straße speisen sehen. Er lud alle Vor.übergehende, selbst Bettler ein, sich bey ihm nieder»zusehen, und an seinem Mahle Theil zu nehmen."

Die Einwohner, die auf den Ländereyen eines gro»ßen Herrn wohnten, waren in jeder Rücksicht eben soabhängig von ihm, als die, welche fein Gefolge undseinen Hofstaat ausmachten. Wenn sie auch nicht seineLeibeigenen waren: so waren sie doch Pachter, die erwillkührlich aus dem Pachte jagen konnte. Die Rente,welche sie bezahlten, war auf keine Weise so groß, daßsie für ein Aequivalcnt des Unterhalts, den sie auf demPachtgute fanden, gelten konnte. Eine Krone, einehalbe Krone, ein Schöps, ein Lamm, war, vor weni-gen