Obrigkeiten nicht die Macht eingeräumt wurde, dieBürger zu gemeinschaftlichen und planmäßigen Opera,lionen zu verpflichten: so war auch kein Verlheieignngv-bündniß unter mehrern Städten möglich; so konnte auchei» solches, wenn es ja geschlossen wurde, weder denStädten selbst eine baue,hafte Sicherheit, noch dem Kö-nige einen beträchtlichen Verstand verschossen. Da-durch, daß er den Bürger» jeder Stadt den Pacht sei-ner aus derselben zu ziehenden Einkünfte auf immer undewlg überließ, benahm er denen, die er zu seinenfreunden, und, so zu sagen, zu seinen Bundesgenos-sen zu haben wünschte, alle Ursache der Eifersucht unddes Argwohns: weil es ihm nun nicht mehr möglichwar, sie, weder durch die Erhöhung der Pachkrente,noch durch Verpachtung seiner Einkünfte an eine andrePerson zu drücke».
Daher kömmt es, daß diejenigen Fürsten, die mitihren Baronen am meisten im Streite lagen, in Be-willigungen jener Art gegen ihre Städte am freygebig-sten waren. Der König Johann von England, zumBeyspiel, scheint einer der größten Wohlthäter der Städ-te gewesen zu seyn. Philipp der erste von Frankreichhatte alles Ansehen über seine Baronen verloren. Ge-gen das Ende lemer Regierung versammelte sein SohnLudwig, der nachmahls unter dem Namen Ludwigs desFetten bekannt geworden ist, die Bischöffe aus seinenEi bländern, um mit ihnen zu ralhschlagen, wie die Ge-walt der großen Vasallen am besten einzuschränken wäre.Sie schlugen dazu zwey Mitte! vor. Das eine bestanddarin, eine neue Art von Gerichtsbarkeit zu e-richccn,und jeder beträchtlichen Stadt in den königlichen Erbiän-
dem,