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2 (1799)
Entstehung
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arbeiten lassen. Ich glaube, daß die Erfahrung allerLander und Zeitalter beweiset, daß die Arbeit von Skla-ven , ob sie gleich nur den Unterhalt derselben zu kostenscheint, im Grunde die theuerste von allen Arbeiten ist.Ein Mensch, der sich kein Eigenthum erwerben kann,hat kein anderes Inreresse, als so viel zu essen und sowenig zu arbeiten, als möglich. Alles, was er nochmehr thun soll, als zu seinem eignen Unterhalte nöthigist, muß von ihm mit Gewalt erpreßt, und kann nievon seiner Theilnahme an der Sache ei halten werden.Wie sehr, im alten Italien, der Landbau verfiel, undwie unvortbeilhaft er für den Eigenthümer wurde, alsdie Wirthschaft durch Stiaven verrieben wurde: davonhaben sowohl Columella als bende Plinier Zeugnisse ab-gelegt. Es war nicht viel besser im alten Griechenlan-de zur Zeit des Aristoteles. Da er von dem erdichte-ten Staate redet, dessen Bild Plato in seiner Republikaufstellt, sagt er, daß, um fünf tausend müßige Men-schen, (welches die Anzahl der Krieger ist, die Platozur Beschühung seiner Republik nothwendig findet,) mitihren Weibern und Knechten ernähren zu können, dasGebieth des StaatS gränzenlos und den Ebenen vonBabylon gleich seyn müsse.

Der Stolz des Menschen macht ihn herrschsüchtig:und nichts kränkt ihn so sehr, als wenn er sich zu Leuten,die unter ihm sind, so tief herablassen soll, daß er znden Diensten, deren er bedarf, ihre Einwilligung su-chen muß. Wo also die Gesehe des Landes es er-lauben, und die Natur des Geschäftes es vertragt, ister immer geneigt, den Dienst von Sklaven dem Dien-ste freyer Leute vorzuziehen. Die Zucker- und Tobaks-

pflan-