Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
187
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In den nordamenkanischen Staaten, wo unbe-kauetes Land noch unter sehr leichten Bedingungen zuhaben ist, sind Manufactrrren zum auswärtigen Verkau-fe, noch in keiner ihrer Städte errichtet worden. Wenndaselbst ein Handwerker sich etwas mehr Geld erworbenhat, als er nothwendig braucht, um sein Gewerbe inder Art fortzutreiben, daß er die benachbarte Gegendmit seiner Waare verlegt: so denkt er nicht daran, seinHandwerk ins Große zu treiben, und für den Verkaufin entfernte Gegenden zu arbeiten. Er wendet seinerworbenes Kapital weit lieber darauf an, wüste lande-reyen anzukaufen und urbar zu machen. Aus einemHandwerker wird er ein Ackerömann; und weder dergroße Arbeitslohn, noch der wohlfeile Unterhalt, denjenes Land den Handwerkern verschafft, kann ihn ver-führen, lieber für andere, als für sich selbst zu arbeiten.Er fühlt, daß ein Handwerker der Knecht seiner Kun-den ist, von welchen er seinen Unterhalt erhält; daßaber ein Pflanzer, der sein eigenes Feld anbauet, undsich von den Früchte» ernährt, die ihm die Arbeit seinereigenen Familie verschafft, im eigentlichen VerständeHerr, und von aller Welt unabhängig ist.

In Ländern hingegen, wo entweder kein unange-bantes Land mehr vorhanden, oder nicht auf leichte Be-dingungen zu haben ist, sucht jeder Handwerker, dermehr Geld erworben hat, als er zu seinem, auf dieKunden am Orte selbst und in der Nachbarschaft einge-schränkten Gewerbe nöthig hat, dasselbe so zu erweitern,daß er Waaren zur Versendung nach entfernten Oerternfertig mache. Der Schmid errichtet irgend eine Artvon Eisenfabrik; der Weber irgend eine Art von Wol-len-