Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
185
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Grund und Boden steckt, hat es mehr unter seinen Au-gen und in seiner Gewalt; sein Vermögen ist wenigerZufällen unterworfen, als das Vermögen des Gewerbs-mannö, der es oft, nicht nur den Winden und den Wel-len , sondern dem noch unsicherem Elemente der mensch-lichen Leidenschaften und Thorheiten überlassen muß: in-dem er Leuten in entfernten Ländern, deren Charakterund Umstände er selten genau kennt, Credit auf großeSummen zu geben verbunden ist. Das Kapital einesGutsbesitzers hingegen, das auf dem Acker, den er an-bauet, gleichsam haftet, scheint eine so große Sicher-heit des Eigenthums zu gewähren, als bey den mensch-lichen Angelegenheiten nur irgendwo statt findet. Ue-bcrdieß haben die Naturfchönheiten des Landes, die Ver-gnügungen des Landlebens, die Gemüthsruhe, welchedieser Aufenthalt verspricht, und die Unabhängigkeit,welche er da wirklich gewährt, wo er nicht durch die Un-gerechtigkeit menschlicher Gesetze beunruhiget wird, soviel Reihendes, daß alle Menschen, wenn auch nichtin gleichem Grade, davon angezogen werden. Und sowie es die erste Bestimmung des Menschen war, denBoden, der ihn trägt, anzubauen: so scheint er auchauf jeder Stufe seines Daseyns, eine Vorliebe für dieseseine ursprüngliche Beschäftigung zu behalten.

In der That kann, ohne den Beystand gewisserHandwerker, der Landbau nicht anders, als mit großerUnbequemlichkeit und mit beständigen Unterbrechungengetrieben werden. Schunde, Zimmerleute, Psina - undRademacher, Maurer und Dachdecker, Gmber, Schu-ster und Schneider sind Leute, deren Dienste der Bauersehr oft nöthig hat. Auch haben diese Handwerker wech-

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