Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
135
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Aufwandes unglücklicher Weise zu weit gegangen sind,das Herz, eher umzukehren, als bis der Bankerott undder gänzliche Verlust ihres Vermögens sie dazu nöthi-ge». Hat aber jemand, zu einer Zeit, zu viel aufGebäude, auf Möbelnj, auf Bücher oder Gemähldegewandt: so kann er sich plötzlich darin einschränken, ohnedaß er deßhalb für einen unüberlegt handelnden Menschengehalten wird. Diese Dinge sind von der Art, daß derdarin einmahl gemachte Aufwand oft neuen Aufwandunnöthig macht. Und wer also damit inne halt, dererregt nicht sowohl die Idee von sich, daß er sein Ver-mögen überschritten, als, daß er seine Bedürfnisse be-friedigt, oder feine Begierde gestillt habe.

Noch mehr: das Geld, welches für Waaren voneiner gewissen Dauer ausgegeben wird, ernährt gewöhn«licher Weise eine großes Anzahl von Menschen, als das,welches auf eine verschwenderische Gostfteyheit gewandtwird. Von kebensmitteln zwey bis dreyhrmdert Pfundschwer, die zuweilen zu einem großen Feste gekauft wer-den , wird vielleicht die Hälfte auf den Mist geworfen,und immer wird ein großer Theil bloß verschwendet undohne Genuß vernichtet. Wäre aber das Geld, welchesfür dieses Gastmahl ausgegeben wurde, darauf gewandtworden, Maurer, Zimmerleute, Tapezirer, in Arbeitzu setzen: so würde eine Quantität kebensmittel von glei»chcm Werthe, unter eine weit größere Anzahl von Leu-ten^ vertheilt worden seyn, die, da sie sie Pfundweiseund für einzelne Groschen gekauft hatten, nicht eine Un-ze davon würden verloren, oder weggeworfen haben.Ileberdieß jernährt der gemachte Aufwand in dem einenFallimente, welche etwas,durch ihre Arbeit heiyorbrin-

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