Nicht Fleiß, sondern Sparsamkeit ist die unmit-telbare Ursache von der Vermehrung der Kapitalien. DerFleiß schafft freylich die Sache herbey, welche die Spar-samkeit aufhäuft. Aber der Fleiß möchte immerhin er-werbe»; wen» die Sparsamkeit nicht davon etwas zu-rückbehielte, und ein Erspartes zum andern thäte: sowürde nie daraus ein Kapital entstehen; nie dadurch einVorhandenes Kapital vergrößert werden.
Sparsamkeit vergrößert die Fonds, aus welchenhervorbringende Hände unterhalten werden; und dadurchwirkt sie auf die Vermehrung dieser Hände, deren Arbeitden Materialien , woran sie gewandt wird, einen neuenWerth zusetzt. Sie wirkt also daraufhin, den Tausch-werth des jährlichen Erzeugnisses vorn Boden und vonder Arbeit des Landes zu vergrößern. Sitz seht zu derO.uamitat Arbeit, die bisher im Lande geschehen war,neue Arbeiten hinzu; und diese neuer, Arbeiten setzen demjährlichen Erzeugnisse einen Werth -hinzu,, der vorhernicht darin enthalten war.
Das, was jährlich von den Einkünften erspartwird, wird am Ende eben so wohl, und oft eben so schnellausgegeben, als was von denselben verzehrt wird; aberss wird an eine andere Klaffe vor, Leuten ausgegeben.Derjenige Theil von den Einkünften eines reichen Man-nes, den er jährlich verzehrt, wird größttzntßeils ver-wandt, um müßige Gäste oder Hausbediente davon zuspeisen , die beyde nichts zum Ersatz des von ihnen Ver-zehrten zurücklassen. Der Theil hingegen, welchen erals drspurt bey Seite legt, wird., weil er ihn, des Ge-wmnftes wegen, sogleich wieder als Kapital anlegt, zwarauch wiederum und vielleicht binmn derselben Zeit ver-zehrt,