Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
115
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Aufwand machender großer Herr seinen Sitz in ihrerNachbarschaft aufgeschlagen hat.

Das Verhältniß also zwischen den Summen, dieols Kapital angelegt, und denen, die als Einkünfteverzehrt werden, scheint allenthalben das Verhältnißzwischen Fleiß und Müßiggang zu bestimmen. WoKapitalien das Uebergewichk haben, da herrscht Fleiß:wv mehr Einkünfte sind, als Kapital, da herrscht Faul-heit. Jede Vermehrung oder Verminderung von Ka-pitalien wirkt natürlicher Weise darauf, die Quantitätdes Fleißes, die Anzahl hervorbringender Hände, undalso den Tausch werth der jährlichen Erzeugnisse von Landund Leuten, das heißt, die wirklichen Reichthümerund Einkünfte eines Landes zu vermehren, oder zu ver-mindern.

Kapitalien werden durch Sparsamkeit vergrößert,durch verschwenderische und durch unkluge Ausgaben

vermindert.

Alles, was eine Person von ihren Einkünften er-spart, thut sie zu ihrem Kapital hinzu, und wendet eSentweder selbst an, um eine größere Anzahl hervorbrin-gender Hände zu beschäftigen, oder seht jemanden an-ders in den Stand , solches zu thun, indem sie ihm dieersparte Stimme leiht, und sich dafür Zinsen, das heißt,einen Theil seines Gewinnes ausbedingt. So wie dasKapital einer einzelnen Person nur durch das, von ihrenjährlichen Einkünften, oder ihrem jährlichen GewinneErsparte, vermehrt wird: so kann das Kapital einerganzen Gesellschaft, welches nichts anders als die Sum-me aller Kapitalien ihrer sämmtlichen Glieder ist, auchnur auf diese doppelte Weife vermehrt werden.

H -

Nicht