Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
114
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einer Stakt, wo große Einkünfte verzehrt werden, istes ohne Zweifel schwerer, ein Kapital nützlich anzule-gen, (es sey denn, daß man es darauf wendet,Waaren für den Verbrauch dieser Stadt selbst herbeizu-schaffen,) als in einer, wo die untern Klassen des Voltskeine andre Unterhaltsquelle haben, als die sie von einemsolchen angelegten Kapitale bekommen. Dort werdendie Fleißigen, welche durch die Anlegung von Kapita-lien unterhalten werden, wahrscheinlich von dem Müßig-gänge des größer» Theils der Einwohner angesteckt, deraus verzehrten Einkünften seinen Unterhalt empfängt:und deßwegen läßt sich auch an solchen Oertern ein Ka-pital nicht mit gleichem Nutzen anlegen, als an andern,wo dieser Umstand nicht starr findet.

In Edinburg war vor der Vereinigung Schott-lands mit England, wenig Gewerbsieiß und wenig Han.del. Als das schottische Parlament sich nicht mehr da.selbst versammelte, als die Stadt aufgehört harte, dernothwendige Aufenthaltsort des Vornehmsten Adels vonSchottland, zu gewissen Zeiten, zu seyn: da fingenHandarbeiten und Windel an, sich in ihr niederzulassen.Noch jetzt ist sie dessen ungeachtet, der Sitz der vornehm-sten schottischen Gerichtshöfe, des Zoll - und Aceiseamrsu. s. w. Sehr beträchtliche Einkünfte werde» also auch-etzk noch in ihr verzehrt. Aber deßwegen bleibt sie auchin Handel und Manufaeturen weit hinter Glasgow zu-rück: welche Stadt ihre Einwohner säst ganz durch dieAnwendung von Kapitalien ernährt. Alan hat es mehr-mahlen bemerkt, daß von manchem großen Dorfe, wer-tn Manufaeturen mit gutem Erfolge getrieben wurden,die Einwohner faul und arm geworden sind, wenn ein

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