Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
113
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HZ

Landern, oder aus den Seeprovinzcn Frankreichs, dergroßen Stadt Paris zum Verbrauche zugeführt werden.Bordeaux ist auf gleiche Weise der NiederiagSort für alledie Weine, welche an den Ufern der Garonne, und derin sie fallenden kleinern Flüsse wachsen. Dieß ist einesder reichsten Weinländer in der Welt, dessen Erzeugnisse,wie es scheint, sich vorzüglich gut verführen lassen, odervon den Ausländern am meisten gesucht werden. Sogroß« örtliche Vortheile ziehen nothwendig viele Kapita-lien in die Gegend, wo sie so wohl angelegt werden kön-nen; und die Anwendung solcher Kapitalien verursachedie Betriebsamkeit jener beyden Städte. In den übri-gen Parlamentsstädten von Frankreich scheint kein größe-res Kapital angelegt zu seyn, als was zu Herbeyschaf-fung der Ortsbedürfnisse nöthig ist: das heißt, dasdarin angelegte Kapital ist das möglich kleinste. Ebendieß kann man von Paris, Madrid und Wien sagen.Unter diesen drey Städten enthält Paris bey weitem denmeisten Kunstfleiß. Aber Paris ist auch selbst der vor-nehmste Markt für die Manufacturwaaren, die in Pa-ris verarbeitet werden; und der vornehmste Zweck allesdaselbst getriebnen Handels ist, dieser Stadt das zu ver-schaffen, was sie verbraucht. London, Lissabon undKopenhagen sind vielleicht die drey einzigen Städte vonEuropa, in welchen ein Hof seinen beständigen Aufent-holt hat, und die doch als Handelsstädte betrachtet wer-den können, das heißt, deren Handel nicht bloß sie selbst,sondern auch andere Städte und Länder mir den zu ihremVerbrauche nöthigen Waaren versorgt. Die Lage allerdrey ist äußerst vortheilhaft, und macht sie zu natürlichenNiederlagsplähen für eine große Menge von Waaren,die zum Verbrauche entfernter Oerter bestimmt sind- InSmith Unters. z.TH, H einer