Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
330
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zum Beyspiel, durch eine bestimmte Quantität von Ge-treide, Fleisch, und Geflügel bezahle. Doch wurde,eszuweilen unter die Bedingungen der Vertrage eingerückt,daß dem Gutsherrn frey stehen stlle , entweder sich je-ne Früchte in Natura entrichten, oder eine gewisse Sum-me Geldes dafür zahlen z» lassen. Diese Summe,welche als ein Aeguivalent für die Naturallicferungen an-genommen wurde, mußte nothwendig, wenn der Pach-ter nicht gefährdet seyn sollte, da es immer in der Will-kühr des Eigenthümcrs stand, das eine oder das anderezu fordern, eher unter, als Über dem mittlern Markt-preise angenommen werden. hl»d so finden wir auch anvielen Orten die Preise, nach welchen die Gi treibest,isender Pachter in Gelde bezahlt werden dürfen, nicht vielhöher, als die Hälfte der gewöhnlichen Marktpreise.Diese Gewohnheit, in den Pachtconrrarten dergleichenPreisbestimmungen zu machen, datiert in Schottland,in Absicht des Geflügels und an vielen Orten auch in Ab-sicht heö Viehes, noch jetzt fort. Sie würde wahr-scheinlich auch in Absicht des Getreides fortdauern; hät-te nicht die Einrichtung, welche den Namen Fiarsführt, der Sache ein Ende gemacht. Man verstehtdarunter jährliche Schätzungen des Getreides, die voneiner deshalb niedergesetzten Commission gemacht werden,wobey durch Vergleichung der Verschiedenheiten, die inden Marktpreisen des Landes, sowohl in Ansehung der Ge-genden, als in Ansehung der Güte des Getreides vorkom-men , ein allgemeiner Miktelprels bestimmt wird, Die-se Einrichtung machte , daß es für die Pachter unbedenk-lich , und für die Gutsherren weit bequemer war, bei-der Verwandlung der Getrcidezinse in eine Geldzinse,es auf den dergestalt bestimmten Marktpreis jedes Iah-