mehr reiche Leute gab: so wurde auch eine größere Quan-tität von silbernem Geschirre und andern aus diesem Me-tall verfertigten Zierrathen begehrt. — Dazu kamwahrscheinlicher Weise, daß die meisten der Silber-bergwerke, welche Europa damahls mit dieser Waareversorgten, da es größtenkheils uralte, schon seit derRömer Zeit bearbeitete waren, immer weniger Ausbeutegaben, oder mit immer größer» Kosten gebauet werdenmußten.
Der größere Theil der Schriftsteller, welche überdie alten Waarenpreise geschrieben haben, sind der ge-genseitigen Meinung. Sie nehmen an, daß von derEroberung der Normanner an, vielleicht sogar von derZeit an, da Julius Cäsar den Einfall in die brikcischenJubeln that, bis zur Entdeckung der amerikanischen Berg-werke, der Werth des Silbers in fortgehender Abnahmegewesen sey. Zu dieser Meinung scheinen sie durch zweyUrsachen veranlasset zu werden: einmahl durch die Be-merkungen, die sie über die Getreidepreise und die Prei-se einiger andern rohen Erdproducte machten; zum an-dern , durch den allgemein angenommenen Grundsatz,daß mit den Reichthümern der Lander, sich ihr Silber-vorrath vermehrt, und mit dem vergrößerten Vorrakhe,der Werth der Sache immer im Verhältnisse abnimmt-.
Aber jene Bemerkungen über die Getreide - undWaarenpreise, waren, auö mehrern Ursachen , nichtvöllig richtig; von. denen hauptsächlich drey in die Augenfallen.
Die erste ist diese. In alten Zeiten wurde derPacht von Ländereyen fast immer in Naturallleferungen,
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