Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
300
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Lumpen, womit er sich bedeckt: und man wird den Un-terschied in der Kleidung, Wohnung und dem Hausge-räthe beyder, eben so groß in Absicht der Menge, alsder Beschaffenheit finden. Die Begierde nach Speisehat bey jedem Menschen ihre natürliche Gränze in derSättigung: aber die Begierde nach Bequemlichkeit undSchmuck in seiner Wohnung, nach Putz, Hausgeräthsund Equipage geht ins Unendliche. Diejenigen also,die mehr Nahrungsmittel besitzen, als sie selbst verzeh-ren, sind immer geneigt, den Rest davon, oder, wel-ches einerley ist, den Werth dieses Restes, an Perso-rien abzutreten, welche zur Befriedigung ihrer übrigenWünsche etwas beytragen können. Was üe nicht zurSättigung ihrer durch die Natur eingeschränkten Be-gierde nöthig haben, gebe» sie gerne hinweg, um da-für etwas zur Befriedigung ihrer gränzenlosen Begier-den zu erhalten. Die Armen hingegen, denen es haupt-sächlich um Nahrungsmittel zu thun ist, strengen ihrenFleiß an, die Phantasien des Reichen zu vergnügen;und um ihren Endzweck gewisser zu erhalten, wettei-fern sie mit einander, wer von ihnen die vollkommensteund die wohlfeilste Arbeit verfertigen könne. Die An-zahl dieser Arbeiter wächst mit der Menge der vorhande-nen Nahrungsmittel, oder mit dem Anbaue der Lände-reyen. Und da die Natur ihrer Beschäftigungen einesehr weit getriebene Theilung der Arbeiten erlaubt: sovermehrt sich, indem die Anzahl der Arbeiter wächst, innoch weit größerem Verhältnisse, die Quantität der Ma-terialien, die von ihnen verbraucht werden können. Hier-«us entsteht die Folge, daß alle Materialien, welche aufirgend eine Art, durch menschliche Ersindsamkeit zumNutzen oder zur Verzierung in Gebäuden, Hausgeräthe

und